akupunktur
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Die Ursprünge der Akupunktur reichen weit in die Zeit vor unserer Zeitrechnung zurück.


Das belegen Ausgrabungen, bei denen zugespitzte Stein- bzw. Knochensplitter entdeckt wurden. Diese Funde datieren auf ein Alter von 4000-6000 Jahren.


Die ältesten Gold- und Silbernadeln, welche gefunden wurden, stammen aus dem Grab eines Mitglieds der kaiserlichen Familie und sind aus dem 2.Jhd. v. Chr.


Nach einer Sage sei die Akupunktur durch einen Zufall entdeckt worden: ein von einem Pfeil getroffener Soldat stellte in der Folgezeit fest, dass neben der Wunde auch die organische Erkrankung, an der er litt, heilte.


Ein Fünkchen Wahrheit steckt sicherlich hinter dieser Sage. Vermutlich verlief die Entdeckung der Akupunktur durch zufällige Erfahrungen: Den Menschen der Steinzeit muss schon aufgefallen sein, dass bei Druck auf bestimmte Stellen vorhandener Schmerz erträglicher wurde. Vielleicht verschwanden alte Schmerzen auch nach Quetschungen oder Pfeilwunden. Nach und nach erkannte man bestimmte Punkte, die besonders effektiv waren. Daraufhin entwickelte sich möglicherweise die Theorie, dass über jene Punkte auf bestimmte Körperregionen eingewirkt werden kann. Diese Erkenntnisse wurden über Jahrhunderte weiterentwickelt und systematisiert.


Nach und nach erkannte man Zusammenhänge zwischen Akupunkturpunkten und Organen sowie Körperfunktionen. Man gelangte dabei zu der Erkenntnis, dass alle Punkte, welche auf einer Linie lagen, dem gleichen Organ zugehörten. Diese gedachten Linien wurden als Meridiane bezeichnet.


Hung Te Als grundlegendes Werk der TCM und somit auch der Akupunktur gilt heute "Buch des Gelben Kaisers zur inneren Medizin" (Huang-de Nei-jing) Dieses Werk wird dem legendären Herrscher Hung Te aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. zugeschrieben. Es soll tatsächlich aber erst im 3. bis 1. Jahrhundert. v. Chr. entstanden sein. Darin befinden sich genaue Anweisungen zur Akupunktur.

Bis ins 19. Jahrhundert hat sich die Akupunktur stetig weiterentwickelt, stagnierte aber unter dem Kolonialismus nachdem die Briten in den so genanten Opiumkriegen das Reich der Mitte bezwungen hatten. Mit den massiven westlichen Einflüssen, denen China und ganz Ostasien ausgesetzt waren sowie der Einführung der westlichen Medizin und dem Ausschluss der Akupunktur aus den Medizinfakultäten hielt sich die Akupunktur nur noch unter dem Volk und den Berufsständen. 1929 wurde sogar ein Antrag gestellt, die traditionellen Heilmethoden zu verbieten.


Erst unter Mao Tse Tung erhielt die Akupunktur wieder eine wichtige Stellung und erhielt sogar einen Aufschwung. Heute verbindet sich langsam die Erforschung der klassischen Schriften mit den Erfahrungen der westlichen Wissenschaft.


In der westlichen Welt wurde die Akupunktur erst nach dem Zweiten Weltkrieg als sinnvolle Therapie entdeckt. Ein Meilenstein war der 4. internationale Kongress für Akupunktur 1950 in Paris. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Gesellschaften gegründet, die sich der Verbreitung und der Erforschung der Akupunktur widmeten. Seither entwickelt sich die Akupunktur auch hier zu einer anerkannten Wissenschaft und wird mehr und mehr zu einer sinnvollen Ergänzung oder auch Alternative zur Schulmedizin.

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